Hessenschach 18/06

RANSTADT! Morgen, Sonntag,24.07.  11 Uhr geht’s los
http://www.gewerbeverein-ranstadt.de/schnellschach-2018.html

  • Teenager ist neuer Frankfurter Stadtmeister
  • Klaus Bischoff mal wieder Deutscher Meister, Chess Tigers auch!
  • Ranstadt: Schnellschach am Fuße des Glaubergs
  • Hessens heimliche Schnellschach- Einzelmeisterschaft am Start
  • In eigener Sache

Teenager ist neuer Frankfurter Stadtmeister

Daß ein Siebzehnjähriger Frankfurter Stadtmeister wird, ist in der langen Geschichte dieser Meisterschaften und bei fast 100 Austragungen erst einmal vorgekommen. In diesem Jahr, 2018, kommt ein weiterer Ausnahmefall hinzu, und er verfehlt den Rekord, der jüngste Stadtmeister aller Zeiten zu sein, nur um ein Vierteljährchen.

Pascal Karsay vom rheinland-pfälzischen Schachklub Gau-Algesheim, und er ist der neue Champion, ist zugleich seit vielen Jahren der erste titellose Sieger bei der FSM. Und das in durchaus souveräner Manier gegen Titelträger, ehemalige Stadtmeister und Titelverteidiger!

Mit einer einfachen Strategie, die schon mehrere zum Titelgewinn geführt hat, hob sich Pascal Karsay von selbst auf’s oberste Podest: fünfmal in Folge siegen, und mit 2 Remis gegen die unmittelbaren Konkurrenten austrudeln. Ein klein wenig Glück bei der Zweitwertung und die Sache ist geritzt.

Unter seinen fünf Siegpartien wurde die aus der 4. Runde gar zur schönsten Partie dieses Umgangs gewählt.

Auf Ranglistenplatz 7 und zugleich erstmalig ins Turnier gegangen kannten die meisten den neuen Meister gar nicht, wobei er aber wenige Wochen zuvor schon in Karlsruhe beim Grenke Leasing Open schon auf sich aufmerksam machte: er schlug dort in Runde 3 keinen geringeren als den usbekischen Schachweltmeister aus dem Jahr 2004, Rustam Kasimjanov!

Seine beiden Remis, gegen den ehemaligen Frankfurter Stadtmeister GM Leonid Milov in Runde 6 und in der Schlußrunde gegen den mehrfachen Sieger und Titelverteidiger Hagen Poetsch, der auch schon zum Kreise der Großmeister gezählt werden darf und der diesmal Dritter wurde, waren in diesem Traditionsturnier sein Meisterstück.

Die Entscheidung fiel trotzdem sehr knapp aus, sodass nicht nur die Punkte und die Zweitwertung, sondern gar die Drittwertung über den Titel entscheiden musste. Eine schöne Sache bei der Siegerehrung, wenn keiner wirklich weiß, wer es geworden ist:-)

Auf Platz 4 kam ein weiterer ehemaliger Stadtmeister ins Ziel, FM Georg Legde. Und mit Michael Medvedowski auf Platz 5 kam der beste Spieler eines Vereins aus dem Schachbezirk Frankfurt ins Ziel, und ist damit Bezirksmeister!

Unter den über 120 Teilnehmern aus dem A- Open wurden zahlreiche Preise in Rating- und Sonderkategorien verteilt, wobei Karsay auch die Jugendwertung gewann, und wie so oft die beste Frau im Feld Astrid Fröhlich-Dill wurde. Bester Senior wurde FM Ulrich Nehmert, und die Teamwertung ging an den SC Heusenstamm.

Seit einigen Jahren schon beliebter Bestandteil der Frankfurter Stadtmeisterschaft ist das Turnier DWZmax1500, oder auch B- Open genannt, das in diesem Jahr mit 45 Teilnehmern an den Start ging.

Auch hier gewann mit Collin Krehl vom SV Kelsterbach ein FSM- Neuling.

Alle Informationen rund um die Veranstaltung sind über die Turnier- Webseite abzurufen, dazu gehören neben den Ergebnissen und Tabellen auch schon alle Partienotationen, sowie Fotos von jeder Runde und natürlich von der Siegerehrung: Der junge Herr Karsay stemmt den großen, und nicht gerade leichten Pokal schon wie ein Profi!

–> http://fsm.chess-open.net

Klaus Bischoff mal wieder Deutscher Meister, Chess Tigers auch!

Großmeister Klaus Bischoff hat so ziemlich alle Titel in Deutschland gewonnen, teils mehrfach, nun hat er auch seinen Meistertitel im Chess960 verdoppelt. In Waldbronn gelang ihm das nach 2014 erneut und somit ist er gar Rekordsieger!

Ein ganz anderes Kaliber in puncto Rekorde setzen erneut die Chess Tigers, die stets den Mannschaftstitel gewonnen haben, wenn auch in diesem Jahr denkbar knapp.

Bilder und Bericht gibt es natürlich bei den Chess Tigers und eine Übersicht hier bei schach-chroniken.net

–> http://chess-tigers.de/index_news.php?id=103133

–> http://dsem.960.chess-open.net

Ranstadt: Schnellschach am Fuße des Glaubergs

Wer im Fernsehen das eine oder andere ZDF History gesehen hat, oder ähnliche Formate auf anderen Sendern, wird beim Thema „Kelten“ immer wieder an den Glauberg geführt werden.

Unweit davon, in Ranstadt, wird seit einigen Jahren ein Schnellschachturnier veranstaltet, und damit gibt es schon zwei Attraktionen in dieser Region!

Ranstadt ist ein Kleinzentrum in der Mitte des Wetteraukreises und verfügt daher nicht nur über eine Lokalität zur Austragung eines solchen Turnieres. War man zuletzt im Bürgerhaus von Ranstadt zu Gast, geht es in diesem Jahr nach Ober-Mockstadt, also aufgemerkt, wer auch in diesem Jahr dorthin fahren wird!

Pünktlich um 11 Uhr wird es los gehen, doch natürlich wird keiner wieder nach Hause geschickt, wenn er nicht pünktlich auf der Matte steht.

Wer also noch nichts am Wochenende vorhat, das ist der entscheidende Hinweis. Und wer schon was vorhat, braucht sich jetzt nur noch neu zu orientieren! Die Details, z.B. wer denn schon so alles dabei ein will, findet man übrigens hier:

http://www.gewerbeverein-ranstadt.de/schnellschach-2018.html

Hessens heimliche Schnellschach- Einzelmeisterschaft am Start

Nach dem 22 Teilnehmer- Debakel der letzten Hessischen Schnellschach- Meisterschaft vor zwei Wochen, ein Turnier, dass nicht nur seine Identität, nicht nur seinen besonderen Pokal, sondern nun auch seine Teilnehmer verloren hat, freut sich der Aktivschachspieler auf den Heinerfest- Pokal am Rande des Volksfestes nahe der Darmstädter Innenstadt.

Am letzten Juni- Tag beginnt das Turnier, und am Ende kommt ein Sieger am 1. Juli dabei raus. So ist das nun mal bei zweitägigen Veranstaltungen.

Ein eingespieltes Team um Turnierchef Holger Bergmann erwartet wieder zahlreiche Schachfreunde zur heimlichen Hessenmeisterschaft im Schnellschach, die aber ganz offiziell auch den Meister von Starkenburg ermittelt.

http://schachverein-griesheim.de/index.php/heinerfest-schachpokal-2018/heinerfest-schachpokal-anmelde

In eigener Sache

Leider bin auch ich ein Opfer der EU-DSGVO geworden, und damit vor allem auch die, die jahrelang die schach-chroniken als ein schier bodenloses Fass an Informationen genutzt haben.

Außer dem Terminkalender und den Jahresübersichten ist fast nichts mehr übrig geblieben, zumindest nicht im Internet, aber auch das ist noch mehr als ein Verband an Historie zu bieten hat.

Ob und wann die Turnierinformationen aus mehr als hundert Jahren wieder der Allgemeinheit zur Verfügung stehen können, steht in den Sternen.

Danke, EU!

Gruß

Euer

Hans D. Post