Hessenschach 16/02

Jetzt anmelden zur Offenen Frankfurter Stadtmeisterschaft
http://fsm.chess-open.net

  • IM Sven Telljohann ist Chess960 Schnellschach- Champion von Frankfurt
  • Vorrunde im Deutschen Viererpokal: nur Neuberg überlebte!
  • Beinahe Super- Sonntag: hessische Mannschaften von Kreisklasse bis 2.Liga
  • Vierte von Zwölf Etappen bei der CTTC Rally Chess960 beendet
  • Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft und ein kleines Jubiläum
  • Terminplanung very light: einfach irgendeinen nehmen!

 

IM Sven Telljohann ist Chess960 Schnellschach- Champion von Frankfurt

Ein im Vergleich von Spitze zu gesamtem Feld außerordentlich stark besetztes Turnier ging am vergangenen Sonntag im Frankfurter Saalbau „Titus Thermen“ in der Frankfurter-Nordweststadt über die Bühne.

Nur 21 Teilnehmer wollten an einem Sonntag, an dem die Eintracht ein Heimspiel hatte (=unschlagbare Ausrede), sich in der Königsdisziplin des Schachs messen. Also sprang kurzerhand der Turnierleiter ein, nach dem Motto, besser als Spielfrei ist es(er) auf jeden Fall.

Andererseits waren aber auch 5(!) Internationale und ein FIDE- Meister erschienen, die wahrscheinlich diese ohne Eröffnungstheorie belastete Variante des Schachs zu schätzen wissen.

Wobei es ja auch im Chess960 nicht grundsätzlich ohne Eröffnungstheorie geht, wobei diese aber aus der Anwendung von Prinzipien besteht, und nicht dem Erlernen (und Vergessen/Verwechseln) von Zugfolgen.

Und kreativ sein und denken ist ja schliesslich auch keine Schande!

Offensichtlich am besten verinnerlicht hat diese Werte der Sieger der Offenen Schnellschachmeisterschaften im Chess960 im Bezirk Frankfurt, der für die Schachfreunde Schöneck startende IM Sven Telljohann. Mit 7,5 Punkten aus 9 Partien sicherte er sich souverän den ersten Platz, was aber für Insider keine Überraschung darstellt. Mehrere hundert Chess960-Partien hat er schon gespielt, und Übung ist bekanntlich der beste Trainer.

Der Frankfurter Bezirksmeister kommt aber vom SV Oberursel. IM Boris Margolin führte noch nach der 7.Runde nach Fortschrittswertung das Feld vor Telljohann an, doch in der achten Runde musste er gegen den später drittplatzierten IM Jacek Dubiel vom gleichen Verein eine Niederlage einstecken, die schon mal den Turniersieg kostete.

Dubiel wiederum gab Margolin Rückendeckung, als dieser sich in der Schlussrunde noch eine spannende Partie mit dem Ersatzspielfrei leistete und sogar am Rande des Partieverlusts wandelte. Dubiel besiegte im Parallelspiel den besten Jugendlichen im Feld, FM Robert Baskin, der zudem für den SV Griesheim in der 1. Bundesliga spielt, und belohnte sich mit dem dritten und sicherte Margolin so den zweiten Platz. Teamwork eben!

Mal sehen. Vielleicht wird im kommenden Jahr dieses Turnier an den Ende März wandern, und dafür die Blitz- Einzelmeisterschaft des Bezirks, ebenfalls offen, in den Januar.

Ergebnisse, Tabellen, sogar bereits eine Ewige Liste nach der siebten Auflage und natürlich Fotos (nein, keine Partienotationen:-) gibt es hier:

–> http://bezirk-frankfurt.schach-chroniken.net/55960_historie.htm

Vorrunde im Deutschen Viererpokal: nur Neuberg überlebte!

Drei, eigentlich vier Vereinsmannschaften waren für Hessen im Deutschlandpokal am Start, aber nur zwei traten auch tatsächlich an: genaue Gründe sind nicht bekannt, aber König Nied scheidet mit einem 0 – 4 kampflos aus der ersten Runde aus. Und Hessen-Pokalsieger Heusenstamm trat gar nicht erst an. Hm.

Gernsheim als einer der Halbfinalisten aus dem Hessenpokal musste sich gegen das übermächtige Deizisau geschlagen geben, und lediglich Sfr.Neuberg konnten sich durchsetzen. In einem Kampf auf Augenhöhe musste man sich in Runde 1 noch im Blitzduell gegen Gastgeber Kamen durchsetzen, wusste dann aber am zweiten Tag gegen Koblenz durchaus zu überzeugen!

–> http://www.schachbund.de/dpmm2016/articles/dpmm2016.html

Beinahe Super- Sonntag: hessische Mannschaften von Kreisklasse bis 2.Liga

Lediglich eine Erstbundesligarunde fehlte noch, dann wäre alles von Kreisklasse bis zu Deutschlands höchster Spielklasse an einem Tag am Brett gewesen. Warum das nicht immer so ist, warum nur „große“ Vereine von dieser Sonderregelung profitieren dürfen, geht keinen kleinen Verein etwas an. Und da gehen sie denn dahin, die wenigen Wochenenden im Jahr, an denen Schach gespielt wird.

ZWEITE BUNDESLIGA

SÜD
Nein, das wird diese Saison nix mit Hofheim und dem Aufstieg. Speyer-Schwegenheim ist ohnehin vorgemerkt für den Staffelsieg, und das sieht nicht so aus, als ob man das Magazin so vollgeladen hat, um hinterher einen Rückzieher zu machen. Hofheim bekam das deutlich zu spüren.

-> http://dsb.schach-chroniken.net/bls

WEST
Nun, es gibt schlimmeres als gegen die SG Porz mit 3,5 zu verlieren, aber am Ende trauert man vielleicht doch noch der einen oder anderen Chance nach, wenn man jeden halben Brettpunkt gegen den Abstieg brauchen kann.

-> http://dsb.schach-chroniken.net/blw

OBERLIGA OST Staffel B

Das war ein Doppelrunden- Wochenende mit vorentscheidendem Charakter! Nach Heusenstamms kleinem Wackler aus der letzten Runde, dem Punktverlust gegen Kassel, setzte sich Mörlenbach alleine an die Spitze der Oberliga. Doch ausgerechnet gegen Brett vorm Kopp Frankfurt mussten die Odenwälder eine schmerzliche Niederlage hinnehmen. Was für Frankfurt fast schon den sicheren Klassenerhalt bedeutet, könnte für Mörlenbach schon der Abschied von allen Aufstiegsträumen sein.

Heusenstamm eroberte mit einem Sieg gegen Gießen die Tabellenführung zurück und auch das Zeichen, das Mörlenbach am Sonntag setze, mit einem Kantersieg gegen König Nied, konterte Heusenstamm mit einem Sieg in gleicher Höhe gegen Marburg aus. Nun bleibt lediglich Wiesbaden als einzig gefährlicher Gegner im Restprogramm übrig, da Kassel (Platz 3) und Oberursel (Platz 5) wegen Restprogramm oder zu großem Abstand eigentlich nur noch theoretische Chancen haben mitzuhalten.

Auch im Abstiegskampf hat sich der Nebel etwas verzogen: es wird wohl keinen Absteiger aus der Oberliga in die Hessenliga geben, zumindest haben Gießen und Nied noch die Chance sich noch weiter vom Tabellenende zu entfernen.

-> http://dsb.schach-chroniken.net/oob

HESSENLIGA

Gernsheim plant wohl einen sauberen Durchmarsch zum Oberligaaufstieg, jedenfalls folgte schon der 5. Sieg in Serie. Wenn da nicht das schlechte Brettpunktkonto wäre, könnte der Frankfurter TV auch noch ein Wörtchen mitreden, aber ich schätze, das wird zu knapp.

Die guten Aussichten, was den Oberligaabstieg angeht, bedeuten wohl einen Zweikampf zwischen Gießen 2 und Gelnhausen um den wichtigen vorletzten Platz. In der übernächsten Runde dürfte es zum entscheidenden Showdown kommen.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/hsv/20152016/mk/50hl_05.htm

VERBANDSLIGEN

NORD
Kassel 2 hat sich aus dem Kampf um den Aufstieg verabschiedet, und Schöneck wird es freuen, dass lediglich Niederbrechen mit einem wesentlich schlechteren Brettpunktestand als Konkurrent verbleibt.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/hsv/20152016/mk/50vln05.htm

SÜD
Jetzt muss Hofheim 2 zeigen, was in der Mannschaft an Substanz steckt, denn obwohl 5 Siege eine klare Sprache sprechen, folgen jetzt nur noch Gegner aus der aktuell oberen Tabellenhälfte. Ganz dünne Luft, sozusagen.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/hsv/20152016/mk/50vls05.htm

LANDESKLASSEN

Bad Hersfeld, Oberursel und Frankfurt-West konnten sich in ihren Staffeln schon mal etwas absetzen, lediglich in der Westgruppe liefern sich Limburg und Biebertal noch einen Parallelslalom an der Tabellenspitze.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/hsv/20152016/mk/50mk.htm

Und wer möchte, schaut mal beim Abstiegsberater vorbei und simuliert mal vor, was passiert wenn wirklich keine Mannschaft aus der Oberliga in die Hessenliga absteigen sollte (Standardeinstellung ist 1)

-> http://hessische.schach-chroniken.net/50mk_aufabstieg_aktuell.htm

Vierte von Zwölf Etappen bei der CTTC Rally Chess960 beendet

Seit Anfang November wird einmal pro Woche ein Chess960 Turnier im Bad Sodener CTTC ausgetragen. Nach den sieben Runden der Frankfurter Stadtmeisterschaft in November und Dezember folgen nun 12 Etappen Schnellschach von Januar bis März.

Nach 4 Etappen führt FM Michael Stockmann die Wertung an.

-> http://b9chess960.schach-chroniken.net

 

Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft und ein kleines Jubiläum

Nach jahrelangen Recherchen lassen sich bisher 90 tatsächlich ausgetragene Frankfurter Stadtmeisterschaften nachweisen. Manches Schätzchen könnte noch in der Zeit von 1903 bis in die Zeiten der Weimarer Republik irgendwo in den Schachspalten verborgen sein, aber diese hätten sich dann tatsächlich gut versteckt.

Nach 1945 gab es noch das eine oder andere Loch in der Übersicht der Meisterschaften, doch ab 1953 fand dieses Turnier kontinuierlich statt, und löste sich dann auch vom Geschwisterchen der Bezirksmeisterschaft ab.

Für die letzten 29 Frankfurter Stadtmeisterschaften und natürlich auch zu dieser habe ich selbst einen einzigartigen Rekord beigesteuert, denn 30 „Teilnahmen“ in Folge, oder eine solche Anzahl überhaupt, hat bisher keiner vorzuweisen. Spielen ist auch schöner als ein Turnier zu leiten, sagen fast alle, und ich arbeite ja auch noch am weiteren Ausbau des „Rekordes“.

Also dann, eine gute Handvoll Teilnehmer hat sich bereits gemeldet, und auch der Titelverteidiger wird wieder am Start sein.

Mal sehen, ob es nicht möglich ist die momentan absolute Bestmarke von 179 Teilnehmern aus dem Jahr 2011 noch etwas weiter nach oben zu schieben.

Das Bildungs- und Kulturzentrum in Frankfurt-Höchst erwartet euch!

-> http://fsm.chess-open.net

 

Terminplanung very light: einfach irgendeinen nehmen!

Wenn man sich die aktuellen Terminvorgaben aus Deutschen Schachbund und Hessischen Schachverband so ansieht, dann fragt man sich, ob da wirklich für oder gegen die Mitglieder geplant wird.

Zum wiederholten Male wird eine Runde der Mannschaftskämpfe direkt auf ein Wochenende der Deutschen Amateurmeisterschaften platziert, und nun hat man die tolle Idee, die Hessische Blitz- Einzelmeisterschaft in direkter Konkurrenz zu Hessens beliebtesten Schnellschachturnier auszutragen, dem Heinerfest- Pokal, zugleich offizielle Meisterschaft im Bezirk Starkenburg.

Da Kassel einerseits und Darmstadt andererseits genügend Potential bieten, um beide Teilnehmerlisten füllen zu können, ist es schon ein wenig dreist manchen Vielspielern die Gelegenheit an beiden Events mal eben so zu streichen. Das muss eine besondere Förderung des Schachs sein, die sich mir bisher nicht erschliesst.

Das Finale des Viererpokals ist wiederholt auf die letzte Augustwoche terminiert worden, und selbst wer keine Kalender lesen kann, oder sich weigert in Standardwerke zu diesem Thema zu schauen, den sollte als Turnier- und Terminverantwortlichen die letzte Augustwoche etwas sagen (Schlosspark Open). Da plumpe „wenn die betroffenen Vereine“ unisono zustimmen, kann auf das Wochenende des Halbfinales verlegt werden, hat schon einmal nicht geklappt. Der Druck wird einfach weitergegeben.

Ein mehrtägiges Verbandsturnier direkt am Neujahrstag beginnen zu lassen, ist auch eine weitere überzeugende Meisterleistung.

Und das beste kommt ja erst noch, denn es wird wie zuletzt immer noch so kommen, das dann aus vorher völlig ausgeschlossenen Gründen dann doch noch ein Termin verlegt wird; möglichst kurzfristig versteht sich. Und wen dann die letzten Hunde beissen, interessiert nun wirklich Niemanden.

Bei den stets klammen Kassen muss man es doch eigentlich auch als Risiko sehen, dass man irgendwann mal für eine fahrlässige Terminplanung in Haftung genommen werden könnte.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/termine/kalender_aktuell.html

 

Gruß

Euer

Hans D. Post