SG Turm 1948/69 Idstein e.V.

Hessenschach 15/04

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  • Hessische Mannschaftskämpfe 6.Runde
  • IM Hagen Poetsch erneut Hessischer Pokalsieger

 

Hessische Mannschaftskämpfe 6.Runde

Schluss mit lustig! Ist nicht nur der Slogan ab Aschermittwoch, sondern auch nach zwei Dritteln der zu absolvierenden Runden in den hessischen Spielklassen:

HESSENLIGA

Na, ob es das schon gewesen war? Mit dem Aufstieg in die Oberliga für den SC 1961 König Nied?! Drei Punkte Vorsprung das bessere Brettpunktepolster sind ein schweres Pfund für die Frankfurter. Und die direkten Gegner, Gelnhausen und Griedheim, spielen schon in der nächsten Runde gegeneinander.

Am Tabellenende ist es ungleich spannender, bei vier punktgleichen Mannschaften, und selbst davor noch zwei die nur einen Punkt weg sind.

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VERBANDSLIGEN

Gießen 2 hat sich wohl von der Niederlage aus der letzten Runde erholt und teilt wieder wie zu Beginn der Saison kräftig aus, wohingegen Eppstein einen herben Rückschlag im Kampf um die Tabellenspitze der Nordgruppe hinnehmen musste. Am Tabellenende scheint wohl nur für die noch immer punktlosen Steinbacher die Saison bereits beendet zu sein.

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So richtig gefallen ist noch keine Entscheidung in der Südgruppe. Gernsheim führt mit einem Punkt, abere einem schlechten Score an den Brettern. Da ist die Lage für bzw gegen Brett vorm Kopp und Wiesbaden im Rotlichtfünftel schon deutlich klarer.

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LANDESKLASSEN

Nord: Was kann denn Vellmar dafür, das die anderen Punkte abgeben und zwangsläufig nicht folgen können? Auf geht’s in die Verbandsliga! Für Lauterbach, Kaufungen oder Arolsen scheint es dagegen eher in die andere Richtung zu gehen.

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West: an die Schachjugend Herborn wird man sich ab der kommenden Saison wohl in der Verbandsliga gewöhnen müssen, nachdem man immer schön weiter punktet, und die Konkurrenz einfach abschaltet. Braunfels, mit dem schwereren Restprogramm, sowie Diez und Limburg bilden wohl das Abstiegstrio, dem sich Erbach nicht anschliessen wird.

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Ost: bis zu den Brettpunkten gleich führen Matt im Park und Gründau die Tabelle an, und am 1.März geht’s dann im direkten Vergleich um den Aufstieg; oder Bad Nauheim kommt noch mal ran. Auch der Abstieg ist hier noch völlig offen, wobei Makkabi und Dietzenbach es am Schwersten haben werden.

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Süd: Bye, bye, Lorsch! Oder wer meint den Aufstieg noch verhindern zu können? Mörlenbach hat’s versucht, aber so ist der Vorsprung von 2 auf 4 Punkte angewachsen. Da hier drei Mannschaften latent vom Abstieg bedroht sind, muss noch immer die halbe Liga zittern.

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IM Hagen Poetsch erneut Hessischer Pokalsieger

„Unzerbrechlich!“ In diesem faszinierenden Hollywood- Streifen geht es um die Theorie eines kranken Geistes, der an einer Knochenkrankheit leidet, die diese bei geringer Belastung immer wieder brechen lässt, und der somit davon ausgeht, dass es dazu ein unzerbrechliches Gegenstück geben muss. Fasziniert von Comic Helden begibt er sich auf die perverse Suche nach diesem Superhelden, lässt dabei Züge entgleisen und verursacht andere Katastrophen, die normalerweise niemand überleben kann, und sucht bei den Überlebenden nach seinem Gegenpol.

Wenn es soviele Schachidealisten gibt, die sich immer und immer wieder, Jahr für Jahr, eine Unmenge an Mühe geben, um aus „ihrem“ Schachturnier immer wieder etwas mehr herauszuholen, dann muss es doch auch dazu ein passendes Gegenstück geben. Und ich glaube, seit dem vergangenen Wochenende bin ich fündig geworden!

Was nix kost‘, taugt nix! OK, machen wir ein Turnier ohne Startgeld. Kein Preisgeld zu gewinnen, dann kommt auch keiner. OK, gemacht. Irgendwo im nirgendwo veranstalten?! Ja, könnte beim Abschrecken hilfreich sein. Wer nicht wirbt, der stirbt. Jau, passt auch! Also: Psssst! Um ganz sicher zu gehen, macht man’s noch wie in der großen Politik: die unangenehmen Abstimmungen immer während der Fussball- Weltmeisterschaft, damit maximale Ablenkung gegeben ist. Da war dann schnell der 14./15. Februar als idealer Termin gefunden: Faschingssonntag, das Pfalzopen (eines der größten Open- Turniere Deutschlands), der hessische Leistungskader und die hessische Schachzukunft hatte hier sein Übungswochenende, die Senioren spielten ihre Schnellschachmeisterschaft, in Bad Soden trainierte ein anerkannter Spitzentrainer vor ausverkauftem Haus (und keineswegs umsonst!) alles zu 1.d4, Hanau bot ein Faschingsopen, und der DSB noch seine Amateurmeisterschaft an.

Und als maximale Abwehrkraft packen wir noch Ignoranz mit in’s Paket, also sollte sich doch jemand anmelden, dann erst mal nicht reagieren.

Und fertig war das kleinste Teilnehmerfeld im Goldenen Springer, dem Hessischen Pokalturnier seit 1946.

Nun Spione und Verräter gibt es überall, und so liessen sich 12 Teilnehmer absolut nicht vermeiden, einer davon war dann ja auch ein IM. Aber man hat immerhin die selbst gesteckte Obergrenze von 16 Teilnehmern nicht erreicht. Aber diese zwölf Unzerbrechlichen…. wo da wohl noch ein Systemfehler im Pokal liegt?

Tja, dann darf man eben nicht einen Qualifikationsplatz zu einer nationalen Meisterschaft hinausposaunen, was der Goldene Springer seit jeher war. Na gut, vielleicht kann man das für’s nächste Jahr noch optimieren. Oder soll man das Turnier nicht doch lieber gleich abschaffen? Schließlich will ja keiner mehr teilnehmen, oder?!

Nicht verhindern soll diese organisatorische Glanzleistung allerdings die Glückwünsche an Hagen Poetsch, der den Hessenpokal nun schon zum dritten Mal gewann, und damit nur noch den Bensheimer Mäanzer Albert Bockius vor sich hat, der als einziger viermal erfolgreich war. Der Schönecker Internationale Meister setzte sich im Finale gegen Thomas Leiter aus Breuberg erst in der Schnellpartie durch, schlug aber zuvor im Halbfinale den Titelverteidiger FM Maximilian Müller; was wiederum eine Sonderaufgabe von Papa Poetsch war, der im letzten Jahr dem Juristen aus Landau unterlegen war.

Letzterer brachte zur 1.Runde auch seine Angetraute mit, in der irrigen Meinung, dass man aus dem gleichen Verein kommend nicht wird aufeinander treffen müssen. Tja, Narhallamarsch, wärste lieber mal rüber nach Neustadt gefahren:-) War ja auch nicht die einzige Paarung, wo zwei aus dem gleichen Verein sich gegenüber saßen.

Was wohl passiert wäre, wenn er in der zweiten Runde auch wieder auf seine Frau getroffen wäre? Oder zwangsweise in einem Finale?! Als Rechtsanwalt hätte er dazu sicher eine Meinung gehabt, andere zu den Durchführungsbestimmungen eines KO- Turniers, so wie die Turnierordnung das immerhin vorschreibt, sicher auch. Aber recyclen ist ja grundsätzlich nichts Schlimmes, und so durfte auch der Verbandspräsident nochmal eine Ehrenrunde drehen. Wohl dem, der Beziehungen hat!

–> http://hessische.schach-chroniken.net/50gs__historie.htm

Gruß

Euer

Hans D. Post