Hessenschach 19/14

Die Blitzschach- Einzelmeisterschaft von Frankfurt!
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  • Und immer noch eins draufgepackt: Heusenstamm Sparkassen Open mit Rekord
  • Hessens Mannschaftskämpfe gehen in die Winterpause
  • Was tun bei Gemütsschwankungen zum Jahreswechsel?

 

Heusenstamm Sparkassen Open mit Rekord

Der ukrainische Großmeister Yuriy Kuzubov, für Bad Emstal/Wolfhagen startend, gewinnt die 6. Auflage des Heusenstamm Sparkassen Open und ließ weitere 248 Teilnehmer hinter sich. Die 6,5 Punkte aus 7 Partien war kein anderer in der Lage zu erreichen, immerhin führte der GM deutlich bereits in der Startrangliste. Einzig FM Markus Hahn von Caissa Kassel war in der Lage ihm einen halben Zähler abzunehmen.

Der polnische GM Grzegorz Nasuta vom Godesberger SK war bester einer nachfolgenden Dreiergruppe mit 6 Punkten, darunter auch FM Vinzent Spitzl vom SV Griesheim, der Dritter wurde und auch die Ratingklasse 1 (bis TWZ 2400) am Ende anführte. Sechs weitere Großmeister folgten auf weiteren Plätzen.

Max Steudel vom SC Brett vorm Kopp (Platz 12) sicherte sich Platz 1 in der Ratinglasse 2, was in der Ratingklasse 3 Julius Ohler von der SG Trier gelang.

Bester unter 31 Senioren wurde GM Lev Gutman, der in der Gesamtwertung Neunter wurde. Bei den Frauen lag Jana Bardorz aus Rottendorf an erster Stelle (13 Teilnehmerinnen), und Ruben Gideon Köllner, für Deizisau startend, war von seinem 1. Platz bei den Jugendlichen ebenso erfreut wie von Platz 5 in der Gesamtwertung.

Den Preis für das beste 4er Team sicherte sich der SK Marburg mit den FIDE Meistern Horst Alber und Thomas Henrich an der Spitze, komplettiert durch Eric Rolle und Alexander Foermel.

Zwei Spieler waren schlußendlich im B-Open, das mit 148 Teilnehmern an den Start ging, ganz vorne zu finden: Rene Lasschuit vom Hauptstadtklub Berolina Mitte hatte dabei das um 8 Punkte bessere Gegnerniveau aus der Zweitwertung im Vergleich zu Lutz Fischer von Sfr Frankfurt, der damit aber auch einen schönen Erfolg feiern konnte; und immerhin die Seniorenwertung noch gewann! Platz 3 ging an den jungen Noah Weyerer vom SV Oberursel, der zudem Bester bei der U12 wurde. Stark!

Die Ratingklasse bis 1500 ging an Kevin Kähm vom SK Bischofsheim, und die bis 1200 sicherte sich Alex de Boer aus Bickenbach.

Vanessa Haas vom Fallenden König Babenhausen war die beste unter 17 Frauen im B- Open.

Sifan Wu vom SV Oberursel gewann die Jugendwertung U14. Zusammen mit Noah Weyerer und Martin Zerhusen sowie Dr. Christian Tobias sicherte man sich auch deutlich überlegen den Teampreis.

Somit war die große Halle des Kultur- und Sportzentrum Martinsee in Heusenstamm mit knapp 400 Teilnehmern sehr gut besucht und voll besetzt. Aber es gab ja noch das J- Open.

Für Jugendliche bis zur Altersklasse U14 wird seit 5 Jahren ein eigenes Open parallel ausgetragen und auch hier waren diesmal mehr als je zuvor am Start, nämlich 73! Der eigens dafür angemietete Gesellschaftsraum, ein kleiner Tanzsaal, bot beste Rahmenbedingungen.

Emil Eull von den Neuberger Schachfreunden gelang dabei ein 100% Erfolg, denn er gewann alle sieben Partien! Liam Kürschner vom SK Langen wurde Zweiter, wie Eull in der U14 verortet. Edward Vick dagegen vom TuS Makkabi Wiesbaden konnte sich als U12er den dritten Platz in diesem Turnier sichern.

Klara Yumi Kanno vom SK Altenkirchen war Beste der Mädchen, und die Teamwertung ging nach Ingelheim.

Somit waren unter dem Strich 470 Schachspieler am Start, und schaut man genauer hin, dann stellt man fest, dass gut 200 davon Jugendliche unter 18 Jahren waren. Eine bemerkenswerte Anzahl!

Trotz der nachträglich für das Turnier-Wochenende angesetzten Doppelrunde der 2. Liga, die oberste Spielklasse hat sich auch auf den Totensonntag fixiert, war ein neuer Teilnehmerrekord nicht zu vermeiden. Wirklich dumm nur, dass die Spitzenspieler des gastgebenden SC Heusenstamm nicht am Turnier teilnehmen konnten, da sie in Walldorf für Mannschaftskämpfe an die Bretter mussten.

Fünf Schiedsrichter bewachten unauffällig den ordnungsgemäßen Ablauf der drei Open. Eine Live- Übertragung der ersten 16 Bretter wurde gerne verfolgt. Und eine durchaus routinierte Leistung eines unbekannten Turnierorganisators, der seit Jahren seine CO2 Bilanz damit aufbessert, dass möglichst wenig Papier vergeudet wird und Monitore zur Ergebnisdarstellung bevorzugt Verwendung finden.

Alle Ergebnisse, Tabellen, Scorecards und Fotos findet man auf der Turnier- Webseite. DWZ und ELO Auswertung sind schon seit einigen Tagen bei den Verbänden einsehbar. Und die Partienotationen trudeln in den kommenden Tagen ebenfalls noch ein und werden zeitnah ergänzt.

Und das Wochenende vor dem 1. Advent 2020 ist bereits für das 7. Heusenstamm Sparkassen Open vorgesehen. Und hier soll dann die 500er Marke fallen.

–> http://hso.chess-open.net

 

Hessens Mannschaftskämpfe gehen in die Winterpause

Vier von neun Runden sind bereits in Hessenliga und den Verbandsklassen sowie den Landesklassen absolviert, und schon steht Weihnachten vor der Tür. Bevor es am 26. Januar(!!) mit der fünften Runde weiter geht, das sind wohlgemerkt fast zwei volle Monate, scheint der Blick auf die Tabellenstände angebracht.

Ober- und Bundesligen haben am kommenden Wochenende ja auch noch eine Runde zum Jahresausklang auf der Liste.

 

HESSENLIGA

Dettingen schickt sich an die Oberliga Ost näher kennen zu lernen und als selbstunterstützende Maßnahme hat man sich schon mal an die Spitze der Hessenliga gesetzt. Außer gegen Hofheim 2 hat man die aktuell direkten Verfolger aus Bad Homburg, Neuberg und Griesheim alle schon bespielt. Und Hofheim ist dann auch schon der nächste Gegner.
Die zweite Tabellenhälfte wird vom Frankfurter TV angeführt, gefolgt von Gießen und Fulda. Im roten Bereich, immerhin farblich passend zu Weihnachten, rangieren König Nied und Brett vorm Kopp.

 

VERBANDSLIGEN

Bad Emstal/Wolfhagen 2 hat mit Niederbrechen den ersten Verfolger abgeschüttelt und alles andere als ein Durchmarsch in die Hessenliga scheint ausgeschlossen. Eppstein ist noch gleichauf, und man darf gespannt sein, ob das bis März so bleiben wird.
Biebertal und Gelnhausen sind noch ohne Punktgewinn in der roten Zone.

In der Parallelwelt führt Heusenstamm 2 noch ohne Punktverlust und einem Zähler Vorsprung vor Sfr. Frankfurt. Auch hier sind mit Gernsheim 2 und Erbach noch zwei Klubs ohne Erfolgserlebnis.

 

LANDESKLASSEN

Caissa Kassel, Fulda 2 und auch noch Wehlheiden haben sich im Norden deutlich vom Rest der Liga abgesetzt. Das wird ein spannender Dreikampf um den Aufstieg.
Ebenfalls ein Trio hat sich am Tabellenende heraus gebildet: Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Alsfeld mit jeweils einem Punkt.

Im Westen der Wiesbadener SV 2 deutlich vorne, d.h. vor Hungen-Lich und Dotzheim; und siehe da, Wiesbaden-Bierstadt führt das weitere Verfolgerfeld an.
Hier steigen in aller Regel drei Klubs ab, und Idstein, Diez, Wetzlar sowie Marburg 3 liefern sich darum einen Vierkampf.

Im Osten hat schon jeder Federn lassen müssen, wobei Matt im Park noch die meisten davon beisammen hat. Der Kantersieg am Brett gegen Oberursel polsterte auch ordentlich das Brettpunktekonto auf.
Kinzigtal, Oberursel 3 und Brett vorm Kopp 2 liegen schon abgeschlagen in der Abstiegszone.

Schachforum Darmstadt und Lorsch gehen gemeinsam an der Tabellenspitze ins neue Jahr, hier reicht die Liste der gefährdeten Teams gar bis in die Mitte der Rangliste.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/hsv/20192020/mk/50mk_04.htm

 

Was tun bei Gemütsschwankungen zum Jahreswechsel?

Wer Abwechslung von den Fest-, Feier-, Ruhetagen sucht, dem kann geholfen werden!

Zwischen den Jahren veranstaltet der SK Gießen wieder sein Jahreswechselturnier, das im letzten Jahr aus allen Nähten platzte. Wer in diesem Jahr auch einen Platz sichern möchte, sollte sich bald anmelden; und auch kommen!

–> https://www.sk1858-giessen.de/Offene-Turniere/Jahreswechselturnier

Ist das Jahr erst mal vorbei, dann droht wieder die Rückkehr zum Arbeitsplatz. Doch auch hier bietet sich noch in der ersten Januarwoche ein kleines Blitzturnierchen zum Ausklingen der Festtage am 5. Januar an:

Der Frankfurter Bezirk hat den großen Saal der Saalbau im Frankfurter Nordwestzentrum zur Verfügung gestellt bekommen und bietet somit ausreichend Platz für Hessens größtes Blitzturnier, die Offene Meisterschaft des Bezirks Frankfurt, an. Anmeldungen jederzeit willkommen!

–> http://bezirk-frankfurt.schach-chroniken.net/55bem_historie.htm

 

Gruß

Euer

Hans D. Post