SG Turm 1948/69 Idstein e.V.

Hessenschach 16/11

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http://nto.chess-open.net

 

  • GM Khenkin siegt am Biebricher Schlosspark
  • FM Muranyi gewinnt im Rheingau
  • GM Donchenko souverän am Melibokus
  • IM Hagen Poetsch siegt beim Eschborner Open
  • Zwei neue IMs bei Bundesligist Griesheim
  • Turniervorschau

GM Khenkin siegt am Biebricher Schlosspark

Eine kleine Überraschung gab es gleich zu Beginn des 28. Schlosspark Opens, denn nicht alle der 188 Sitzplätze konnten besetzt werden. Nur 184 Teilnehmer, darunter 4 Großmeister, 5 Internationale Meister, 6 FIDE Meister und ein Candidate Master, nahmen trotzdem den Kampf um die Punkte und die zahlreichen Preise auf. Darunter auch der eine oder andere Meisterschreck!

Unter den vier Großmeistern war auch erstmals seit vielen Jahren wieder Lev Gutmann, der bis heute mit 3 Siegen am Schlosspark der Rekordsieger ist.

Lokalmatador GM Igor Khenkin hat sich nun mit ebenfalls an die Spitze dieser Liste gesetzt, denn er gewann die 28. Auflage mit 5 Siegen und 2 Remis bei besserer Zweitwertung, die sich durch den Gegnerschnitt ergab.

Drei weitere Spieler konnten ihm jedenfalls so mit der Hortwertung einen Streich spielen und Teile des Preisgeldes abzwacken, denn sie kamen nach 7 Runden ebenfalls auf 6 Punkte.

Eine starke Leistung bot dabei der litauische GM Aloyzas Kveinys, der sich selbst für die Schacholympiade als Trainer der Frauenmannschaft noch etwas in Wettkampfform brachte und kurzfristig noch meldete.

Platz 3 ging an Lev Gutman, der ebenso wie der viertplatzierte GM Ikonnikov im Turnier ungeschlagen blieb.

Titelverteidiger IM Dmitrij Kollars kam auf Rang 5, weil er ein Remis mehr akzeptieren musste als seine Kollegen an der Spitze.

Ein weiterer ehemaliger Sieger des Opens, IM Hagen Poetsch, ging den alten Haudegen Gutman etwas zu forsch oder unvorsichtig an, was dieser auskonterte und zu seinem insgesamt guten Ergebnis beitrug. Der Sieger von 2011 und 2014 landete damit „nur“ auf Platz 8, doch nur eine Woche später sollte er sich noch einen kleinen Ausgleich besorgen.

In die Phalanx der Hauptpreisträger mischte sich noch Samuel Minor vom gastgebenden Wiesbadener SV, und entschädigte damit für den Verlust der Mannschaftswertung, die in diesem Jahr an den SK Gau-Algesheim ging, worüber man sich vor Ort und auch im Nachgang auf deren Vereins- Webseite gut freuen konnte!

Die vom SPO- Webmaster hervorragend präparierte Turnierseite begleitete das Turnier mit aktuellen Ergebnissen und Zwischenständen, leider sind aufgrund von technischen Problemen noch nicht alle Notationen veröffentlicht, und auch die Bilder von den Wettkämpfen fehlen noch.

Daher solange noch ein paar Zahlenspielereien:

Von 1981, dem ersten Schlosspark Open, bis zur Ausgabe von 2016 haben sich 3.783 in die Teilnehmerlisten eingetragen. Korrigiert man das um die doppelten Einträge, so waren bisher 1.944 Individuen zu Gast. Wenn man wie in den letzten Jahren erwarten kann, dass pro Jahr jeweils 60 neue Interessenten an den Schlosspark kommen, wird man zum 29. Open den Gast #2.000 begrüßen können!

Von den 28 Turnieren haben Albert Bockius und FM Tillmann Vogler die meisten mitgespielt, nämlich 18. Vogler führt damit auch die Ewige Liste des Turniers mit 107 Punkten (alle Punkte der jeweiligen Jahre addiert) souverän an. Ihm aktiv auf den Fersen mit 17 Turnieren ist IM Dimo Werner, der es nunmehr auf 17 Teilnahmen bringt und 96,5 Punkte aufweist. Bockius hat 98, und wird diese auch für immer behalten. Schaut man nun auf die letzten erreichten Punkte von Meister Werner, so dürfte er Vogler in drei Jahren von der Spitze dieser Liste verdrängt haben. Na, schaun mer mal!

Nimmt man jetzt nur mal die insgesamt erreichten Punkte pro Person, und teilt diese durch die Anzahl der individuellen Teilnahmen, dann gibt es auch hier den einsamen Mann an der Spitze: GM Lev Gutman! Mit durchschnittlich 6,95 Punkten, die er bei seinen 10 Teilnahmen einfuhr, liegt er schon ziemlich einsam an der Spitze.

Wer sich mehr, oder zusätzlich, für das Hier und Jetzt interessiert, der besucht mal:

–> http://spo.chess-open.net

FM Muranyi gewinnt im Rheingau

Während das Schlosspark Open das Ende des August bedeutet, läuten zahlreiche andere Veranstaltungen den Beginn des September und damit auch der neuen Saison ein.

Ein Turnier präsentierte sich dabei im neuen Namensgewand, denn aus dem „einfachen“ Geisenheimer Open wurde nun, zurecht, das Franz-Betanski-Open.

Nein, keine Bange, wer Herrn Betanski kannte, kennt ihn immer noch, denn er erfreut sich auch mit über 80 bester Gesundheit, zumindest behaupte ich das nach meinem Besuch vor Ort. Die ungewöhnliche Maßnahme einen zu Lebzeiten zum Namenspatron zu machen ist eigentlich schon aus der Sicht sinnvoll, dass der dadurch sicherlich Geehrte auch etwas davon hat. Und treibende Kraft über Jahrzehnte, nicht nur für’s Open alleine, war er sicherlich auch.

FM Karl-Jasmin Muranyi vom pfälzischen SK Landau konnte sich den Sieg im Rheingau erspielen, und mit 7,5 Punkten nach 9 Runden trennte er sich um einen halben Punkt vom restlichen, 63 Teilnehmer umfassenden Rest des Feldes ab.

Über 30 Nachwuchstalente waren im parallel stattfindenden U14 Turnier am Start, das von Roan Heller vom TuS Dotzheim mit 6,5 Punkten aus 7 Runden gewonnen wurde. Zweiter wurde Johannes von Ameln vom SK Geisenheim, und auf Platz 3 landete Simon Olsson vom FC 1934 Wiesbaden-Bierstadt, die den weitaus größten Anteil der Jugendlichen an diesem Subturnier stellten. Eine hervorragende Jugendarbeit, scheint mir!

–> http://www.schnellschachturnier.de

GM Donchenko souverän am Melibokus

Fast ebenso viele Schnellschachspieler wie in Geisenheim traten in Bensheim an, jedoch waren dort alle in einem einzigen Turnier am Start und die Spitze war deutlich spitzer, und zahlreicher!

Im Schatten des Melibokus, des Hausbergs der Gegend, hat sich in sehr souveräner Manier GM Alexander Donchenko durchgesetzt, der neuerdings für Aachen an die Bretter geht. In 11 Runden konnte er die Konkurrenz um einen ganzen Punkt hinter sich lassen und er blieb als Einziger ungeschlagen.

Am Nächsten kam ihm noch der beste Internationale Meister im Feld, Boris Margolin vom SV Oberursel, der dann wiederum eine fünfköpfige Verfolgergruppe um einen weiteren halben Punkt distanzierte, die sich immerhin aus zwei weiteren GMs und IMs zusammensetzte, mit dabei auch der hessische Blitzmeister Robert Baskin.

–>

http://www.sg31bensheim.de/ac_open/2016end.shtml

IM Hagen Poetsch siegt beim Eschborner Open

Ein kleines Trostpflaster hat sich nach dem für ihn schlechten Abschneiden in Wiesbaden der aktuelle Frankfurter Stadtmeister Hagen Poetsch mit dem Sieg beim Eschborner Open gegönnt.

In einem nach Buchholzwertung entschiedenen Turniersieg setzte sich der Schönecker gegen IM Dietmar Kolbus von der SG Trier sowie FM Peter Keller und Prof.Ralph Neininger vom Frankfurter TV durch.

Mit 110 Teilnehmern war das Turnier beinahe ausverkauft, darunter auch 28 Teilnehmer, die ihre Spielberechtigung bei einem Verein in der Main-Taunus Schachvereinigung haben und damit um den Titel des Bezirksmeisters spielten.

In dieser Wertung siegte Stefan Erdmann vom SC Bad Soden, vor Patrick Chandler vom SC König Nied und Thomas Reschke vom SC Frankfurt West.

–>

http://www.schachclub-eschborn.de/eschborn-open

 

Das Wettrennen um das schönere Wetter hat Geisenheim gewonnen, das sportlich interessantere Feld war sicherlich in Bensheim zu Gast. Auch die Trophäe für die schnellste Ergebnismitteilung per Turnierseite ging nach Bensheim, die sich noch trotz längerer Turnierdauer als erster der Welt präsentierten. Die meisten Teilnehmer waren in Eschborn, aber die Aktualität der Webseite….daran muss noch gearbeitet werden!

Zwei neue IMs bei Bundesligist Griesheim

Zurzeit läuft gerade die Schacholympiade in Baku/Azerbeidschan, aber es hapert so ein wenig mit der medialen Aufmerksamkeit hierzulande. Auf dem FIDE Kongress, der parallel gegen Ende des Sportevents abgehalten werden wird, werden auch neue Titelträger ernannt. Darunter: Stefan Walter und in allerletzter Minute hinzugekommen auch noch Robert Baskin, beide in der Bundesliga für den SV Griesheim aktiv, die ihren Internationalen Meister dort anerkannt bekommen. Herzlichen Glückwunsch!

–> https://ratings.fide.com/title_applications.phtml

Turniervorschau

Das gerade vergangene erste Wochenende mit drei Turnieren wird wiederholt, wobei der Ablauf leicht optimiert wurde.
Am Freitagabend beginnt in Babenhausen die 3. Stadtmeisterschaft, die gleichzeitig auch die Bezirksmeisterschaft ist, und da ist laut Anmeldeliste noch etwas zu viel freier Platz.

Wer lieber die Ein-Tages-Turniere spielt, kann diesmal zwei davon am gleichen Wochenende spielen:

Samstags beginnt um 11 Uhr im Bürgerhaus Saalbau Nied im Frankfurter Westen das Willi-Ellenberger-Gedenkturnier. Gespielt werden 9 Runden Schweizer System bei 2 x 15 Minuten pro Partie.

Sonntags dann muss man schon um 10 Uhr ran, denn dann ist Meldeschluss für das Schnellschachturnier in Bad Vilbel. Dort werden 11 Runden bei ebenfalls 2 x 15 Minuten gespielt.

Tja und in der Woche drauf gehen ja schon die Mannschaftskämpfe in Hessen wieder an den Start.

Und wer dann noch immer nicht genug hat und noch weiter an der Schachkariere schrauben will, der macht entweder in Hattersheim oder in Flörsheim bei den Open mit, die jeweils noch im September beginnen und wochenweise an Folgeabenden weitergespielt werden.

Für die Jugendlichen werden in Bad Soden am Taunus am langen Wochenende zum Tag der Deutschen Einheit drei Turniere in den Klassen U10, U14 und U18 angeboten. Es beginnt am 30. September und endet am 3. Oktober.

Das nächste Schnellschach ist dann das Niddatal Open in Frankfurt-Niedererlenbach, das Anfang Oktober gestartet wird. Hier lädt der Frankfurter Bezirk zu seiner Aktivschach- Einzelmeisterschaft ein und kooperiert dabei mit dem FV Berkersheim.

Zu allen aufgeführten Turnieren gibt es Links zu den Veranstaltungen im Kalender der schach-chroniken.net, aber man kann dort natürlich auch noch weiter voraus blättern!

–> http://hessische.schach-chroniken.net/termine/kalender_aktuell.html

 

Gruß

Euer

Hans D. Post