SG Turm 1948/69 Idstein e.V.

Hessenschach 15/13

Jetzt anmelden zum Niddatal Schnellschach-Open!
http://nto.chess-open.net

  • Youth Classic und nachhaltige Jugendarbeit
  • Vellmarer Schachtage mit Rekordbeteiligung
  • Heusenstamm wieder im Pokalfinale
  • Vladimir Kramnik in hessischer Bezirksoberliga
  • Spieltermine für 30 Tage

 

Youth Classic und nachhaltige Jugendarbeit

Blättert man so manche Schachzeitung durch, so kommt man nicht umhin auf einige von stolzer Feder verfasster Berichte zu stoßen, wo teils überschwänglich die nächsten Erfolge der Meister von Morgen dargestellt werden.

Meist handelt es sich dabei um Schulschach- Turniere, oder solchen nach Schnellschach Regeln, die zwar den Hunger der Jüngsten nach erhöhter Schlagzahl stillen, aber in der Regel, gerade wegen der aufgestellten Turnierregeln, keine Möglichkeit zur Erringung einer DWZ bieten.

Gerade die, die noch keine DWZ haben, oder deutlich unter dem Niveau des durchschnittlichen Schachspielers von DWZ 1700 rangieren, können nur durch das Spielen von „richtigen“ Turnierpartien die Voraussetzungen schaffen, diese Zahl zunächst zu erschaffen und danach stetig zu verbessern.

In den Mannschaftskämpfen sind die Jüngsten noch zu jung und zu unerfahren, um eingesetzt zu werden. Schon klar, da denken nicht alle Mannschaftsführer so, aber doch die meisten. Gewinnen wollen schließlich alle.

Um eine DWZ zu erreichen, muss man wenigstens 5 DWZ Gegner in einem Turnier haben, möglichst nicht alles gewinnen oder verlieren, die Bedenkzeit muss entsprechend ausgedehnt sein usw. Zu doof, man kriegt aber auch wirklich nichts geschenkt.

Es ist auch kein Märchen, dass man am meisten lernt, wenn man gegen stärkere Gegner spielt. Doch wie stark muss denn der Gegner wirklich sein? Weltmeister, Großmeister, FIDE- Meister, Vereinsmeister? Oder reicht am Anfang, also für einen ohne DWZ, auch mal einer, der schon seine ersten Turnierpartien erfolgreich hinter sich gebracht hat, sich also am Brett im weitesten Sinne „zu benehmen“ weiß?

Nun, laut Mitgliederlisten haben wir ja in Hessen, und erst recht im Rhein-Main-Gebiet wegen seiner Bevölkerungsdichte, ein offensichtliches großes Reservoir an Jugendlichen ohne, oder mit einer sehr geringen DWZ vorweisen. Also im absoluten Lernbereich, in der Aufbauphase der Spielstärke. Jede konzentriert durchgeführte Partie steigert an sich schon wieder diese Spielstärke. Die DWZ macht den Lernerfolg messbar. Ein 9 aus 9 in einem Feld aus DWZ losen dagegen nicht!

Und auch im DFB Pokal beim Fußball weiß man, dass auch unterklassige Gegner erst mal geschlagen werden müssen. Und nicht nur auf dem Papier, oder mit dem Papier nur seine vermeintliche Stärke demonstrierend.

In einem „normalen“ siebenrundigen Open haben DWZ lose Spieler, Lernende, erst mal 5 – 6 Runden lang keine Chance überhaupt in die Nähe eines Punktes zu kommen, weil alleine die Durchschnittsspielstärke im Open viel zu hoch ist.

Auch für mich persönlich spielt es keine Rolle, ob ich in einem Feld von Spitzen- Großmeistern spiele, oder DWZler jenseits der 2000 vor mir habe. Statistisch gesehen werde ich fast alles verlieren. Vielleicht sogar die Lust weiterzumachen.

Anfang September, an einem Wochenende an drei Tagen, finden in Bad Soden die 2.Youth Classic statt. Hier treffen in einer ersten Stufe in maximal 16 Startgruppen zu je 8 Spielern die Jüngsten aufeinander, wobei die Gruppen einigermaßen in der Durchschnittsspielstärke gleich sind: jeder hat die Chance auf einen „ehrlichen“ ersten Sieg! Der erste Meilenstein!

Und: zwei der acht Spieler in einer Gruppe haben zumindest bei Turnierstart keine DWZ, treffen aber auf wenigstens 6 DWZ Gegner im Turnierverlauf.

Maximal drei Partien werden pro Tag gespielt, zu Beginn und am Schlusstag nur jeweils zwei.

Dazwischen kann man sich mit Trainern, eigenen oder denen aus dem Chess Tigers Training Center, auf den kommenden Gegner einstimmen lassen. Es muss also nicht langweilig werden zwischen den Partien!

Es gibt keine Geldpreise zu gewinnen, diesen Kopf kann man sich später verdrehen lassen, aber hochpreisige Schach- Software aus dem Hause Chessbase, einem Partner des veranstaltenden Chess Tigers Training Center.

Die beiden Sieger einer jeden Gruppe qualifizieren sich zu dem eine Turnierrunde weiter und können in einem 32er Feld, wieder aufgeteilt in 8er Gruppen, um die Qualifikation für ein Mastersfinale wettstreiten.

Idealisten, Sponsoren und Organisatoren haben ihren Teil beigetragen und ein Feld bestellt, d.h. exzellente Rahmenbedingungen geschaffen, die den spielwilligen Jugendlichen ausgezeichnete Wachstumschancen einräumen.

Eigentlich ein interessantes Konzept, oder?!

Die aktuelle Anmeldeliste ist jedoch noch weit entfernt vom Wunsch 128 junge Meister von Morgen angelockt zu haben. Selbst die Hälfte scheint aktuell utopisch zu sein.

Woran das liegt?

Nun, darauf angesprochen haben Erwachsene die tollsten Ausreden bzw Erklärungen parat, und die Jugendlichen werden ja gut abgeschirmt und dürfen sich nicht äußern. Wie können die auch wissen, was gut für Sie ist. Einige Turnierpartien in einem der Spielstärke angemessenem Turnier sicher nicht, oder?!

Zwei Fragen noch:

Sie haben Mitleid mit dem armen Team vom Chess Tigers Training Center und wollen deshalb einige Jugendliche überreden mitzumachen?

Tun Sie’s nicht!

Ihnen liegt die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer U14 Jugendlichen im Klub oder Bekanntenkreis am Herzen und glauben auch, das Spielen selbst ist das beste Training?

Dann motivieren Sie ihre Jugendlichen zur Teilnahme und melden sie hier an:

–> http://yc15.chess-tigers.de/yc_x_anmeldung.htm

Vellmarer Schachtage mit Rekordbeteiligung

Die 200er Marke hat man noch gerissen, doch mit gut 190 Spielern wurde eine deutliche Verbesserung zum Einbrechen der Zahlen aus dem letzten Jahr geschafft. Eine Rekordbeteiligung gar.

Die Talsohle im letzten Jahr wurde erreicht, weil man ausgerechnet zu Hessens bis dahin größtem Open parallel seine Runden ansetzte. Da aber das Karl-Mala-Gedenkturnier für dieses Jahr abgesagt wurde, profitiert man auch von der Unterversorgung.

Da konnte man es sich sogar leisten, auf irgendwelche Konditionen an die Titelträger oberhalb des FIDE Meisters zu verzichten. Was natürlich der Spielstärke in der Spitze einen Abbruch tat.

Open dieser Größenordnung, bei denen weder IM noch GM am Start sind, sind zwar selten, aber auch hier hat man damit einen Rekord geschafft.

Mit drei beurkundeten FIDE Meistern, Landestrainer Uwe Kersten aus Kassel, Johannes Dorst aus Marburg und Adrian Clemens aus den Niederlanden, konnte man so übersichtlich die möglichen Turniersieger vorsortieren, aber in der Setzrangliste erschienen mit dem Erfurter Ferenc Langheinrich und Alexander Hilverda aus Erlangen sowie Markus Hahn aus Kassel drei weitere, aber titellose Favoriten an der Spitze der Setzliste.

Das Feld der Titel komplettierten noch WIM Ting Yu aus dem Reich der Mitte und die noch sehr junge Fiona Sieber, FIDE-Meisterin aus Göttingen.

Weitere 62 spielten dann im A- Turnier den Gesamtsieger der Vellmarer Schachtage aus.

Das Ferenc Langheinrich mit 6,5 aus 7 gewann, war keine Überraschung, der ganze Punkt Vorsprung vor der Nummer 2 der Setzliste dagegen schon.

Auch überraschend, das sich mit Kevin Schröder aus Dortmund jemand auf Platz 3 platzierte, den man nicht unbedingt dort erwartet hätte.

Auf Rang 4 schließlich die beste Fraum im Feld, WIM Ting Yu. Sie führte übrigens eine mehrköpfige Spielerdelegation aus China an, der Hang Zhou Chess Association.

Einer aus dieser Gruppe, Hengyi Zhu, gewann mit 6,5 Punkten das B-Turnier und blieb dabei ungeschlagen. Die Überraschung hier: Lil’Hengyi ist gerade mal 10 Jahre alt! Famose Leistung!

Im B- Turnier waren mit 101 Teilnehmern weit mehr als die Hälfte der Spieler am Start.

Woraus folgt, dass das angebotene C- Turnier mit 20 Teilnehmern doch recht übersichtlich blieb. Hier gewann mit Andreas Markus ein Spieler des SC Taunusstein.

–> http://www.vellmarer-schachtage.de

 

Heusenstamm wieder im Pokalfinale

Der SC Heusenstamm hat es mal wieder geschafft und steht zum dritten Male im Finale des 4er- Vereinspokals des Hessischen Schachverbandes.

Nach Wiesbaden 1885 und Gießen 1858 ist mit Neuberg nun ein ungleich jüngerer Klub der Finalgegner.

Damit kommt der Pokalsieger der Saison 2014/15 definitiv aus dem Bezirk Main-Vogelsberg. Heusenstamm setzte sich wie im Vorjahr gegen Gernsheim durch, und Neuberg konnte Hessenmeister König Nied schlagen.

–> http://hessische.schach-chroniken.net/50vp4_historie.htm

 

Vladimir Kramnik in hessischer Bezirksoberliga

Die Hauptseiten der Schach-Chroniken haben ein kleines Face Lifting bekommen, und wurden dabei auch etwas für die Benutzung mit Tablets und Smartphones angepasst (nicht viel, aber immerhin).

Die wichtigsten Kategorien wie Ergebnisdienst und Kalender sind dort wieder verfügbar, aber es wurde auch eine Rubrik Impressionen verfügbar gemacht, wo einige der Fotoserien, die in den letzten 10 Jahren entstanden sind, nochmals zusammengefasst wurden.

Dann habe ich den Einstieg für die Übersicht zu Bezirke & Vereine neu zusammengestellt, und auch einen direkten Link auf die Bestenlisten der jeweiligen Bezirke gesetzt.

Und was fällt da auf, wenn man in den Bezirk Nordhessen klickt: an erster Stelle erscheint dort der ehemalige Weltmeister Vladimir Kramnik, der nun in Bad Emstal in der Bezirksoberliga am Start ist.

Nun hat Hessen schon den zweiten ehemaligen Weltmeister in seinen Bestenlisten, wo der andere zu finden ist, sollte man ja nun selbst leicht entdecken können:

–> http://hessische.schach-chroniken.net

 

Spieltermine für 30 Tage

Samstag, 15. August, 1. WERKStadt-Open, Limburg
http://www.bezirk9lahn.de/files/doc/1_WERKStadt_Open_Schachturnier.pdf

Samstag, 22. August, Eppertshäuser Mitternachtsblitz 2015
http://www.scroedermark.de/Aktuell/eppblitz.htm

Ab Donnerstag, den 27. August, Schlosspark-Open, Wiesbaden-Biebrich
Sorry, ausverkauft, nur noch zum Zuschauen, aber warum nicht?!
http://www.schlosspark-open.de

Ab Freitag, 4.September, Youth Classic U14, Bad Soden
http://yc15.chess-tigers.de

Samstag, 5.September, Schnellschach Open, Gießen
http://www.sk1858-giessen.de

Sonntag, 6.September, Schnellschach Open, Geisenheim
http://www.schnellschachturnier.de

Sonntag, 6.September, Schnellschach Open, Bensheim
http://www.sg31bensheim.de/ac_open/ausschreibung.shtml

Ab Freitag, 11.September, Stadtmeisterschaft, Babenhausen
http://fallender-koenig.de

Samstag, 12. September, Niddatal Open, Frankfurt-Bonames
http://nto.chess-open.net

Sonntag, 13. September, Schnellschach Open, Frankfurt Nied
http://koenig-nied.de

 

Schöne Sommerferien noch, und Gruß,

Euer

Hans D. Post